| Experimentelle Tragsicherheitsbewertung - Berliner Promenade Saarbrücken |
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Die Brücke „Berliner Promenade" am Saarufer in Saarbrücken wurde 1959 erbaut und erschließt auf ca. 330 m Länge Büro- und Geschäftsgebäude. Sie ist für Fußgängerverkehr und ein seinerzeit gebräuchliches Feuerwehrfahrzeug von 15 t in der Bauwerksachse als Rettungsweg konzipiert.
Aktuelle Feuerwehrfahrzeuge, insbesondere Drehleitern erfordern aber eine Tragsicherheit für 18 t-Fahrzeuge mit 8 t Last je Pratze am Fahrbahnrand. Diese Laststeigerung wäre rechnerisch nur nach aufwändiger und teurer Ertüchtigung möglich gewesen. Deswegen beauftragte das Amt für Straßenbau und Verkehrsinfrastruktur die Ingenieurgesellschaft für experimentelle Mechanik (ifem) in Markkleeberg bei Leipzig, die effektive Tragsicherheit der Brücke alternativ durch Belastungsversuche direkt am Bauwerk zu ermitteln. Diese neuzeitliche Methode erfordert eine stufenlos regelbare Belastungsvorrichtung sowie eine ausgefeilte elektronische Messtechnik, um Beschädigung der Brücke beim Test zu vermeiden. Unterhalb der Brückenkragarme wurde deshalb ein 36 t-Mobilkran aufgestellt, dessen Gewicht auf der unteren Straße ruhte und hydraulisch geregelte Testlasten als Gegengewicht ermöglichte. Die gesamte Einrichtung war verfahrbar, so dass die Stichproben-Tests bereits nach zwei Arbeitstagen erfolgreich abgeschlossen wurden konnten. Diese Maßnahme bewirkte eine bedeutende Kosteneinsparung für den Saarbrücker Haushalt. |
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