Hybrider Tragsicherheitsnachweis von Geschossdecken des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom PDF Drucken E-Mail

Die Bundesrepublik betreibt in Rom das Deutsche Archäologische Institut (DAI). Der 7-stöckige Stahlbeton Skelettbau des Baujahres 1963 mit ca. 6000 m2 Geschossfläche als Rippendecken mit Ziegelhohlkörpern soll für Bibliotheken hergerichtet und erdbebensicher ertüchtigt werden.

Rechnerische Nachweise und ein früherer Belastungsversuch mit Wasserballast ergaben keine ausreichende Tragsicherheit. Um einen sehr aufwändigen Dübelverbund der geplanten Aufbetonschicht zur Herstellung der erforderlichen Platten- und Scheibensteifigkeit zu vermeiden, ist im März 2009 an repräsentativen Testbereichen die Tragwirkung eines flächigen Haftverbundes in situ erprobt worden. Aus den Ergebnissen der zerstörungsfreien Ermittlung der Grenzschnittgrößen für das Verbundsystem Bestand-Verbundschicht-Aufbeton konnte anschließend hybrid die Tragsicherheit für Bibliothekslasten q = 6,0 kN/m2 sowie Erdbebensicherheit rechnerisch nachgewiesen werden. Die Belastungsversuche in situ erforderten regelbare Versuchslasten bis zu SF = 300 kN je Deckenfeld und haben eine Versuchsdauer von 2 Wochen in Anspruch genommen. Das gesamte Equipment wurde per LKW nach Rom transportiert und wog etwa 8 Tonnen.

 

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